Schiffe und Boote von unten

Dieses Thema im Forum "Tauchunfälle" wurde erstellt von franzi, 8. Januar 2012.

  1. franzi

    franzi Neues Mitglied

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    Ist euch bei eurem Tauchgang schon einmal passiert, dass plötzlich ein Schiff oder ein Boot in eurer Nähe war. Was, wenn in den Moment wo man gerade auftauchen möchte ein Schnellboot vorbeiflitzt? Klingt vielleicht ein wenig utopisch, aber könnte ja passieren oder? Wie fühlt sich das Unterwasser eigentlich an, wenn ein Boot vorbei kommt?
     
  2. dagobert

    dagobert Mitglied

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    Wie es sich anfühlt weis ich nicht, aber wenn verkehr herrscht hat man ne boje zu setzen des weiteren arm ausstrecken und nach oben schauen. und ausserdem hört man schiffe man kann zwar nicht die richtung des geräusches bestimmen. man sieht wenn es dunkler wird also bremst man normaler weise ab und guckt erstmal was los ist bevor man auftaucht.
    an sollchen plätzen wird man auch meistens darüber informiert wo man rein gehen soll und wo man am besten auftaucht ohne in gefahr zugeraten.
     
  3. habakuktib

    habakuktib Super Moderator Mitarbeiter

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    Also das erste Mal als ein Schiff über mich hinwegfuhr lag ich flach und starr vor Panik auf dem Grund!
    Es kann entsetzlich laut sein geht durch den ganzen Körper und du kannst die Richtung aus der die Gefahr kommt nicht abschätzen.

    Ein Schnelboot beim Auftauchen wäre der Super-Gau! Die Schiffsschraube könnte Dir großen Schaden beifügen.

    Natürlich soll man nicht tauchen wo Schiffsverkehr herrscht, kaum eine Bucht im Mittelmeer wo wir tauchen waren war abgesperrt. Und ein Motorboot oder Jetbike kann jeder Idiot mieten und fahren.

    Als ich an einem Meeresbiologischen Kurs bei Eckernförde teilnahm, fragten wir den TL ob wir mit Schleppboje tauchen sollten, er meinte besser nicht die Bootsführer kennen die Bedeutung nicht und fahren direkt auf die Boje zu!

    Am besten bei plötzlichen Schiffsverkehr nicht auftauchen und den Rand des Gewässers antauchen, wenn möglich, und dort vorsichtig unter Sicht nach allen Seiten, also langsam drehen ein Arm nach oben auftauchen. Vorher wenn vorhanden Boje setzen!
     
  4. dagobert

    dagobert Mitglied

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    Ach ja beim boje setzen selige in der hand halten und nicht irgendwo an der ausrüstung befestigen dann kann man sie im notfall los lassen ohne durch den teich gezogen zu werden.
     
  5. nafelam

    nafelam Guest

    Hallo Franzi,

    dann bist du wahrscheinlich ziemlich lädiert ;)

    Daher fängt die Sicherheit bereits bei der Planung an, nicht im Hafen, oder Schifffahrtsstrassen tauchen (ist in der Regel sowieso verboten). Dann gibt es eine Tauchflagge am Ein-/Ausstiegsplatz, welche deutlich sichtbar ist, auch in der Nacht. Zudem führt man eine deutlich sichtbare Tauchflagge mit, in der Nacht ebenfalls beleuchtet. Dann sollte normal nichts passieren. Die Schiffsführer, welche dazu qualifiziert sind (Schein), kennen die Bedeutung und dürfen sich da nicht näher als 50m nähern.

    Aber es gibt auch Ausnahmen, auf den Schweizer Gewässern Bote welche kürzer als 2.50m sind, die brauchen normal keinen Schein und bei dennen könnte das das gegenteil bewirken. Aber die sind dann genauso neugierig, wegen der Bubbles...

    Wichtig ist, wenn etwas passiert und du nicht entsprechend der Vorschriften signalisiert hast und nicht in verbotenen Bereichen getaucht hast, verlierst du den Versicherungsschutz --> (grobe) Fahrlässigkeit. Daher immer die entsprechenden Flaggen setzen/mitführen.

    Schöne Grüsse
    Wolf
     
  6. Aquana

    Aquana Mitglied

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    Solange man ein Boot nur hört, ist es in der Nähe. Aber wenn es über einem ist, dann vibriert es richtig. Also wenn man aus der Ferne ein Boot hört, muss man sich in der Regel keine Sorgen machen, vorausgesetzt man hat eine Boje dabei. Wie gesagt, eigentlich müssten Bootsführer über die Beteutung der Bojen bescheid wissen. Da aber bei mir die halbe Familie Boot fährt und sich damit auskennt, kann ich sagen, dass viele ihren Bootsschein anscheinend im Lotto gewonnen haben (merkt man vor allem an der "vernachlässigten" Einhaltung anderer Vorschriften auf See).
     
  7. alice

    alice Neues Mitglied

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    @Malefan Ja sicher Planen macht Sinn. Aber was wenn wirklich so Idioten, fahren wo sie nicht dürfen. Im Wasser ist es ja teilweise ärger als auf der Straße. Ich war einmal im Meer schwimmen und auf einmal kommt ein Jetski vorbei. Das vergess ich mein Leben nicht. Wenn man auch noch Unterwasser ist, kann das ganz schön arg enden.
     
  8. dagobert

    dagobert Mitglied

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    möglichst in ufer nähe auf tauchen und wenn man weis das dort welche fahren boje setzen und nur feste halten damit im falle eines falles man nicht UW ski fährt.
     
  9. nafelam

    nafelam Guest

    Moin Alice,

    Dann hat man eigentlich gar keine Chance. 2010 hat bspw. ein Motorbootfahrer, im Uferbereich (eigentlch Fahrverbot), eine Schwimmerin überfahren, welche dann verstorben ist. Anstatt dann zu helfen, hat er Fahrerflucht begangen... Dossier: Bootsunfall auf dem Bielersee - tagesanzeiger.ch

    Aber soll man deswegen dann gar nicht mehr ins Wasser? :(

    Schöne Grüsse
    Wolf
     
  10. dagobert

    dagobert Mitglied

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    ich denke mal so manches fällt unter allgemeines lebensrisiko. kein mensch macht sich sollche gedanken wenn er über die strasse geht oder auf dem fussweg etc.
    mehr als die schon erwähnten dinge zu tun kann man nicht machen und mit der blödheit der mitmenschen rechnen wenn`s dann doch passiert dann war es wohl schicksal.
     

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