Jeder 10. Rebreather ein Unfall

Dieses Thema im Forum "Rebreather" wurde erstellt von Hancock2, 12. Dezember 2010.

  1. Hancock2

    Hancock2 Neues Mitglied

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    Stimmt es, dass im Durchschnitt mit jedem 10. Rebreather welcher verkauft wird ein tödlicher Unfall geschieht? Ich finde das schon eine ziemliche Summe und möchte deshalb gerne wissen, ob dies stimmt oder nur ein Gerücht unter den Sporttauchern ist.
    Gruss Han
     
  2. Rollo

    Rollo Neues Mitglied

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    Wie kommst Du denn da drauf??? Das ist absolut lächerlich!
     
  3. Offir_Diver

    Offir_Diver Moderator

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    Ich weiss was Hancock2 meint. Das Zitat stammt aus dem Film " Blueholes ". Es wird im Film leider nicht erklärt. Die Person die das geäussert hat ging nicht weiter drauf an und wollte nur damit sagen, dass das Tauchen mit Rebreathern sehr gefährlich sein kann. Die Statistik kommt vermutlich daher, dass viele Rebreathtaucher vermutlich übermütige Tec Diver sind oder solche welche dem Gerät noch nicht 100% würdig sind. Aber die Statistik finde ich schon etwas extrem. Ob das wohl so wirklich wahr ist bezweifle ich ein wenig.
     
  4. Stefansvl

    Stefansvl Guest

    Wenn sogar Dr. Max Hahn (Decotabellen) mit einem Rebreather einen tödlichen Unfall hat, glaube er hatte insgesamt um die 5000 TG, ist das nicht umbedingt vertrauenserweckend (hatte versäumt rechtzeitig das Kalium auszutauschen Logbuchseiten verklebt - TG nicht richtig aufaddiert). Die Anzahl der Fehlerquellen ist deutlich höher als bei Pressluft- oder Nitrox-TG.

    Aber es gibt auch andere Möglichkeiten das Risiko zu steigern: Höhlentauchen, Atemgas vertauschen, schneller Aufstieg mit Trimix, Apnoe-Rekorde aufstellen wollen...
     
  5. Florian

    Florian Neues Mitglied

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    Umbringen kann man sich immer. Muss nicht mal der Absorber sein. Die übliche Selbstüberschätzung, falsche Düse mit zu wenig Flow, Stresssituation, Hypoxie und aus die Maus. Noch einfacher… falsches Diluent , und Tschüss.
    Natürlich ist aufgrund der komplexeren Technik das Risiko erhöht. Aber ich persönlich bin der Meinung, daß eine komplexere Technik durch konsequente Weiterbildung und das ständige Üben sehr wohl beherrscht werden kann. Realistische Selbsteinschätzung und Respekt vor einer feindlichen Umgebung ( Wasser) können da sehr hilfreich sein.
    Nichts anderes tun wir doch jeden Tag wenn wir mit offenem System tauchen. Wir
    Benutzen unsere Ausbildung um unter Wasser zu Überleben.
    Herr Hahn hat ja offensichtlich 4999 mal alles richtig gemacht. Das ist eine Fehlerrate von 0,02%. Wer in der Ausführung seiner Täglichen Tätigkeiten eine bessere Fehlerquote aufweisen kann der werfe den ersten Stein……
     
  6. Stefansvl

    Stefansvl Guest

    .
    Herr Hahn hat ja offensichtlich 4999 mal alles richtig gemacht. Das ist eine Fehlerrate von 0,02%. Wer in der Ausführung seiner Täglichen Tätigkeiten eine bessere Fehlerquote aufweisen kann der werfe den ersten Stein……[/QUOTE]

    Einigen wir uns auf "tot ist tot " und mit Pressluft wäre das nicht passiert....
     
  7. Nitrox21

    Nitrox21 Neues Mitglied

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    Wer taucht denn von den Schreibern hier eine Kalkschüssel?
    Ich meine nur wegen der Aussagen.

    Große Grüßung
    N21
     
  8. Hancock2

    Hancock2 Neues Mitglied

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    Ich leider nicht deshalb auch die Frage...
    Hat diese Aussage denn etwas oder nicht? Weisst du da mehr?
     
  9. Nitrox21

    Nitrox21 Neues Mitglied

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    Servus Hancock
    Kurz zu mir ich tauche seit 2004 mit einer Kalkschüssel, von 2004 bis 2007 Dräger Dolphin SCR dann 2008 2009 wieder offen weil der Buddy abhanden gekommen ist (kein Todesfall) und seit 2009 wieder AP Inspiration classic eCCR.
    Sicherlich gibt es mit dem Kreisel auch Unfälle aber ob es jeden 10. Kreisel trifft halte für übertrieben, ich habe beide Geräte gebraucht gekauft und nicht von Hinterbliebenen. Einmal ist es klar die Technik ist etwas komplexer das ist die eine Sache die andere ist halt diese Geräte lassen Tauchgänge und Tauchzeiten zu die mit OC nicht zumachen sind.
    Das Problem kommt auch aus der Kalkstandzeit heraus und hier empfehlen die Hersteller meist drei Stunden aber die wird von vielen mit schlechterem und billigem Kalk weit überschritten bis der das CO² nicht mehr absorbieren kann.
    Daraus resultiert dann auch das höhere Risiko, war wenn Du einmal mit einem Kreisel getaucht bist wirst Du von der Stille begeistert sein und kannst Dir nichts anderes vorstellen.
    Nocheinmal zur Frage also ich denke die Aussage ist schon sehr übertrieben,
    wie bei allem wer an seine Grenzen und die der Technik geht ist auch schnell einmal darüber und dann passiert es.

    In diesem Sinne einen schönen Tag und immer sichere Tauchgänge

    N21
     
  10. Helmi

    Helmi Neues Mitglied

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    Hallo Hancock,
    Die Aussage ist natürlich absoluter Schwachsinn. Es dürfte weltweit alleine eta 10'000 verkaufte Geräte von AP (Evolution, Inspiration, Classic) geben. Nach der Aussage müssten sich dann alleine mit APs schon 1'000 Taucher umgebracht haben.
    Was richtig ist ist die Feststallung, dass es mit Rebreathern prozentual mehr (auch tödliche) Unfälle gibt als mit offenen Systymen (Flasche). Einer der Gründe ist, dass die Systeme mehr Fehlerquellen ins Tauchsystem bringen (Technik, Abläufe)- Zudem sind CCR (Closed Circuit Rebreather) Tauchgänge tendenziell tiefer und mit Deko-Stopps verbunden, was das Tauchen an sich gefährlicher und fehleranfälliger macht als das Sporttauchen ohne Deko.

    Hier findest Du gutes Statistik-Material und Erklärungen der Todesursachen bei Unfällen mit Reberather:
    Deep Life Design Team: databases and analysis of rebreather accident data

    Ich selbst tauche seit zwei Jahren Rebreather, aktuell mit Trimix (bis 100 Meter Tiefe) und habe schon als Tauchanfänger früh auf Rebreather gewechselt.
     
  11. Independence

    Independence Mitglied

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    Einfach mal so als Zwischenbemerkung. Ich tauche jetzt genau ein Jahr nur noch Rebreather, Tauchgänge bis 90 m. Bis jetzt sind 150 TG mit dem JJ-CCR zusammengekommen, ohne irgend einen Zwischenfall oder eine Störung.
     

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