Der Black Friday Hype in der Schweiz

Dieses Thema im Forum "News" wurde erstellt von Julian, 13. April 2017.

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  1. Julian

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    black-friday-1173373_1920.jpg Letztes Jahr brannten bei einigen Detailhändlern in der Schweiz die Sicherungen durch. Inserate auf der Umschlagsseite des 20min, auf der Rückseite des 20min, im blick und online. Viel Geld wurde ausgegeben, um die eigenen Black Friday Angebote den Kunden schmackhaft zu machen. Viel Geld wurde auch von den Kunden ausgegeben, um die Produkte der Händler zu kaufen. Genaue Zahlen zum Shoppingtag des Jahres gibt es zwar nicht, der Umsatz der Detailhändler dürfte sich aber an diesem Tag mehr als verdreifacht haben. Doch woher kommt dieser Hype?

    Geschichte des Black Friday

    Der Black Friday hat seinen Ursprung irgendwo in den USA. Thanksgiving ist dort einer der wichtigsten Feiertage. Freunde, Familie und Verwandte werden eingeladen um zusammen zu essen und zusammen Zeit zu verbringen. Viele Amerikaner nehmen lange Strecken auf sich, um ihre Familie zu sehen. Die Flüge sind an diesem Tag alle ausgebucht, Busverbindungen auch. Natürlich hat jeder frei – es ist ein offizieller Feiertag. Der Tag nach Thanksgiving wird oftmals als Brückentag eingesetzt, viele Schulen haben geschlossen, Produktionsunternehmen stellen den Betrieb ein.

    Findige Händler haben schliesslich bemerkt, dass viele Amerikaner am Tag nach Thanksgiving ihre ersten Weihnachtseinkäufe erledigen. Wohl, weil an der Familienzusammenkunft die Weihnachtswünsche ausgetauscht wurden.

    Spezielle Angebote und tolle Schnäppchen

    Natürlich wollten die Händler immer mehr Umsatz erzielen und schauen, dass die Kunden nicht bei der Konkurrenz einkaufen. So lancierten sie immer mehr Schnäppchen und fingen an, diese auch über Annoncen zu bewerben.

    In der Schweiz hingegen stellte der Black Friday lange Zeit nur eine Randnotiz dar. Lange Schlangen vor Kaufhäusern in Amerika, manchmal sogar Videos von Schlägereien. Nur wenige Onlineshops boten spezielle Schnäppchen feil. Das Interessierte jedoch kaum jemanden. Bis auf die Deals von Amazon konnte man in der Schweiz praktisch nicht profitieren.

    Die Lancierung in der Schweiz

    Im 2015 änderte sich dies schlagartig. Mit Pauken und Trompeten – aber bis zum Schluss geheim – gab es beim Warenhausunternehmen Manor unglaubliche 30% Rabatt aufs gesamte Sortiment. Manor wurde vom Kundenandrang überrannt, die Schlangen an den Kassen waren lang, der Umsatz an diesem Tag überstieg das normale Mass um das Dreifache. Ein riesen Erfolg für das kriselnde Detailhandelsunternehmen. Natürlich konnte Manor seine Mitbewerber nicht auch ein zweites Jahr auf dem linken Fuss erwischen und der Detailhandel in der Schweiz machte sich bereit.

    Der erste richtige Black Friday in der Schweiz

    Die Gerüchte mehrten sich ab Anfang November. Man wusste nach der zweiten Novemberwoche, das sich die Mehrzahl aller Detailshandelsunternehmen in der Schweiz am Black Friday beteiligen würden. Und dann kam das Feuerwerk: Am 25. November 2016 zogen die Schweizer Händler alle Register und feuerten ihre Rabatte und Schnäppchen aus allen Rohren.

    Natürlich war Manor mit dabei. Aber auch Interdiscount, Ochnser Shoes, Dosenbach, Ochsner Sport, die Migros, Coop City, Marionnaud, Parfumcity, DeinDeal, Amorana, La Redoute um nur einige Namen zu nennen. Es gab fast keinen Laden, der nicht irgendwelche Reduktionen im Angebot hatte. Und die Kunden freuten sich. Zu stark vielleicht? Viele Onlineshops, so beispielsweise microspot.ch, Manor oder MElectronics waren teils über mehrere Stunden nicht erreichbar. Der Besucheransturm war schlicht zu viel für die Server.

    Der Umsatz am Black Friday 2016 liess sich sehen. Schätzungen von Experten gehen davon aus, dass der Umsatz des Schweizer Detailhandels an diesem Tag das dreifache eines normalen Tages betrug. Gewisse Händler – wie beispielsweise La Redoute mit ihren 40% auf alles – dürften das fünf- bis zehnfache eines normalen Tages umgesetzt haben.

    Die Folgen des schwarzen Freitags auf den Weihnachtsverkauf

    Die Folgen des Black Fridays für den Weihnachtsverkauf waren weniger stark als man zuerst annehmen könnte. Es hat sich in der Schweiz offenbar noch nicht eingebürgert, seine Weihnachtseinkäufe bereits einen Monat vor Weihnachten zu erledigen. So lagen die Umsätze des Weihnachtsgeschäfts 2016 nur unwesentlich unter den Umsätzen 2015. Die Händler werden sich bereits die Hände reiben.

    Gut möglich, dass sich dies im nächsten Jahr ändern wird und die Konsumenten ihre Weihnachtsgeschenke wegen der tollen Angebote früher tätigen werden. Nach dem schwarzen Freitag gibt's übrigens noch einmal einen Shoppingtag, aber mehr für Onlineshops. Der Cyber Monday findet dieses Jahr am 27. November 2017 statt.

    Und in der Zukunft?

    Der Black Friday wird sich in der Schweiz weiter in der Detailhandelslandschaft etablieren und zum fixen Start der Weihnachtseinkäufe hierzulande werden. Wir gehen davon aus, dass die Händler ihre Angebote in der Zukunft noch weiter im Voraus planen werden und es für den Konsumenten noch bessere Angebote zum «schwarzen Freitag» geben könnte. Mit der Zeit wird es kaum mehr einen Laden in der Schweiz geben, der keine Deals anbietet. Zu wichtig ist dieser «Tag des Shoppings» bereits. Und diese Wichtigkeit wird weiter zunehmen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Mai 2017

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