Arztbesuch vor dem Tauchen?

Dieses Thema im Forum "Tauchausbildung" wurde erstellt von waterlady, 10. Dezember 2011.

  1. waterlady

    waterlady Neues Mitglied

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    Wie ist das eigentlich, wenn man noch nie tauchen war. Sollte man vorher zum HNO Arzt gehen und fragen, ob man das überall darf? Als Kind hatte ich ab und zu Probleme beim Tauchen. Das hat sich aber in den letzten Jahren aufgelöst. Kein ein Arzt einschätzen, ob das Tauchen gut für die Ohren ist oder nicht? Was sagen generell HNO Ärzte dazu? Finden Sie diesen Sport o. k. oder raten sie davon ab? Ich hoff natürlich, dass ich überhaupt darf.
     
  2. habakuktib

    habakuktib Super Moderator Mitarbeiter

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    Ja, es ist allgemeiner Usus vor dem Tauchkurs einen Arzt, am besten einen Mediziner der eine Fortbildung in Tauchmedizin hat aufzusuchen, und eine sogenannte Tauchtauglichkeits-Untersuchung durchzuführen. Dies verlangen seriöse Tauchschulen oder Tauchsportvereine vor einem Kurs. Adressen von sog. Tauchärzten gibt es bei der Gesellschaft für Tauch und Überdruckmedizin gtuem.org

    Mein HNO hielt vor einigen Jahren Tauchen noch für direkt tödlich, jetzt hat er sich daran gewöhnt dass ich tauche und ich Ihm regelmäßig so mitteilen kann wie es meinen Nebenhöhlen geht.

    Im Ernst das beste sind tauchmedizinisch ausgebildete Ärzte die selber tauchen. Der Rest der Mediziner hat nach unserer Erfahrung keine Ahnung, auch HNO-Ärzte nicht!!

    Tauchen ist nur schlecht für die Ohren wenn man einige Regeln nicht beherzigt. Wenn Du anfällig für Ohrenentzündungen bist mußt Du Dich als Taucher an regelmäßige Entzündungen gewöhnen oder die entsprechende Gegenmaßnahmen für Dich finden.
     
  3. dagobert

    dagobert Mitglied

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    nun ja ich gehe davon aus das du noch keinen tauchschein hast. ergo ist es nen muss sich erstmal eine tauchtauglichkeit zubesorgen da gibt es dann mehrere möglichkeiten.
    1. zum taucharzt
    2. zum hausarzt
    3. der HNO
    man muss einfach mal fragen wer das macht und bei der untersuchung gibt es nur empfehlungen aber keine gesetzlichen vorschriften soweit mir bekannt. ich habe mein attest beim hausarzt gemacht, weil der meine krankengeschichte kennt das lief dann normal ab abhören ahhhhhhh und gut war.
    natürlich kann man auch nen gott weis was fürn checkprogramm absolvieren, was ich und er für unangemessen hielten. am ende spiegelt das attest ja nur deinen gesundheitszustand am tag x. wieder. und ist 1-2 jahre gültig.
    gehen wir mal vom kleinsten fall aus du holst dir ne erkältung dann ist das attest ja eigentlich ungültig weil du nicht taugtauchlich bist und müsstest nach der überstanden erkrankung wenn man es eng sieht ein neues machen. oder du hast ne OP oder oder oder. daher hab ich mich zum hausarzt begeben und mir mein attest geholt. nen stempel und nen autogramm ins logbuch und die kasse hat den spass bezahlt so muss man es aus eigener tasche zahlen was mit 50-60 euro und mehr zu buche schlägt. kurz danach (8 woxhen)hab ich mir dann ne mittel ohrentzündung eingefangen mit perforiertem trommelfell ab zum HNO und doc. was macht tauchen ??? 2 Wo. pause und weiter gehts wenn`s nicht geht merkste das schon und hörst auf :) (ohrenschmerzen zb. druckausgleich geht nicht).
    ich denke mal jeder sollte soviel eigenverantwortung haben, so das er von schweren erkrankungen weis (z.b herzproblemen) vom tauchen freiwillig absieht.
     
  4. Coolcat

    Coolcat Mitglied

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    also mein HNO sagt gar nichts zum Thema tauchen ;)

    Aber grundsätzlich ist eine Untersuchung wichtig - geht ja um deine eigene Sicherheit. Und wie gesagt, an sich ist es Pflicht.

    Ich habe es bisher immer bei meinem Hausarzt machen lassen. Der eine hat es umfangreich gemacht, Blutdruck,LuFo etc etc. hat am Ende 80Euro gekostet. Mein aktueller Hausarzt hat mich abgehört, Blutdruck gemessen und mir innen Hals geschaut. Das wars.
    Fakt ist auch, dass ich mit Diabetis tauchen gehe und alles ist gut. Mein Arzt sieht da keine Bedenken. :)
     
  5. jonnydiver

    jonnydiver Neues Mitglied

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    Hallo meine lieben Taucherfreunde ;).... ich habe mir gerade euche Konverstion durchgelesen. Da mich das Thema sehr interessiert, habe ich mich in diesem Bereich etwas schlau gemacht. Meine Recherche hat ein Tolles Buch ergeben, wo ein Checkliste zur Tauchertauglichkeit drinnen ist.
    Titel: Checkliste Tauchtauglichkeit: Untersuchungsstandards und Empfehlungen der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM)
    wenn ihr das so in google reinschreibt, habt ihr das Buch gleich
     
  6. dagobert

    dagobert Mitglied

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  7. waterlady

    waterlady Neues Mitglied

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    Huhu
    Auch hier vielen Dank für eure rasche Antwort. Nein ich habe noch keinen Schein. Eigentlich hab ich noch gar nichts. Ich bin gerade dabei mich zu informieren, weil ich nächstes Jahr endlich einen Kurs machen möchte. Aber ich hätte nicht gedacht, dass so viele Checks wirklich notwendig sind. Wobei es eigentlich logisch ist. Danke für den Link. Der hilft mir sicher weiter. Da ich wie gesagt als Kind Probleme hatte, werd ich so einen Test machen. Sicher ist sicher. Obwohl ich beim Fliegen und so auch keine Probleme habe. Da spürt ich zum Beispiel gar nichts, wo andere ordentlich klagen.
     
  8. dagobert

    dagobert Mitglied

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    wie erwähnt der Hausarzt handelt da nen bisschen anders mal abhören ahh sagen und gut is. ich denke mal das man wenn man beim tauchen probleme hat schon weis was man tut oder was nicht. ich pers. hab teilweise prob mit nasen bluten selber schuld man muss auch nicht den druckausgleich bis zum letzten versuchen, dann mache ich es einfach zu heftig. 1-2m rauf wirkt wunder.
    wie man nun die tauchtauglichkeit festestellt bleibt wohl jedem selber überlassen mir pers. reicht das normal programm weil
    1. wenn ich was habe geh ich nicht tauchen bzw. renne zum doc.
    2. wenn ich es zu häftig mache brauche ich mich über den rest nicht wundern (nasenbluten).
    3. wenn der doc einen kennt und seine krankheitsgeschichte kann ic mir für meinen teil das grosse prog sparen kann schliesslich morgen schon überholt sein. gibt ja genug krankheiten die von heute auf morgen auf einen zu rollen.
     
  9. waterlady

    waterlady Neues Mitglied

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    Nur blöd, dass ich keinen wirklichen Hausarzt habe. Ich meide Ärzte eigentlich, so weit es geht. Aber mit den Ohren will ich halt nicht spaßen. Sonst krieg ich da unten noch die Panik und alles ist dahin. Ich werde mir einen Spezialisten suchen, der sich wirklich damit auskennt. Wenn die praktischen Ärzte so handeln wie bei der Führeruntersuchung, wundert mich ja gar nichts mehr ;) Ich glaub vielen ist es wirklich egal. Hauptsache sie kriegen ihr Geld. Das Gefühl hab ich schon länger bei einigen Ärzten. Eigentlich traurig.
     
  10. noxdoc

    noxdoc Neues Mitglied

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    Wenn dein Arzt da keine Bedenken hat, finde ich das jetzt aber bedenklich.......

    Zumindest müsste Er Dich über die Gefahren beim Tauchen mit Diabetes aufklären.

    @ Dagobert: Es ist zwar nicht nötig für eine Tauchtauglichkeit zum Taucherarzt zu gehen, allerdings kann ein nicht in Tauchmedizin ausgebildeter Arzt rechtlich belangt werden ( bis zum Entzug der Arbeitsberechtigung als Arzt ), wenn Du einen Tauchunfall hast und die Ursache des Unfalls schon zum Zeitpunkt der Untersuchung bestand, jedoch aus Unwissenheit nicht berücksichtigt wurde ( oder wie bei Dir der Fall, anscheinend nicht die notwendigen Untersuchungen durchgeführt wurden)......

    Und da wären wir wieder bei Coolcat: Tauchen mit Diabetes ist zwar keine Kontraindikation, allerdings gibt es hier normalerweise nur eine eingeschränkte Tauchtauglichkeit ( ob Du Dich daran hältst liegt dann natürlich bei Dir ;)......

    Den Taucher als medizinischen Laien betrifft das nur insofern, als einige Unfälle vermeidbar wären, wenn man sich gleich richtig untersuchen und fachspezifisch beraten hätte lassen.
     
  11. Coolcat

    Coolcat Mitglied

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    ich bin mit Medikamenten (nicht Insulin, sondern Tabletten) einegstellt.. muss also nicht spritzen oder sonst was... bisher hat noch kein Arzt deswegen was gesagt. Weder Diabetologe noch einer meiner Hausärzte. Die sind froh, wenn ich Sport mache.

    Wo siehst du denn da Probleme?
     
  12. noxdoc

    noxdoc Neues Mitglied

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    Hi Coolcat,

    Kenn Deinen genauen Fall natürlich nicht, und Du es ist auch so, dass nicht Insulinpflichtige Diabetiker eher weniger Probleme beim Tauchen haben als Insulinpflichtige, allerdings solltest Du schon mal austesten, nach welcher Zeit und bei welcher Anstrengung und ob überhaupt Du in einen Hypo kommen könntest. ( das ist die Hauptgefahr... die jedoch Dir und Deinen Buddy das Leben kosten könnte. )
    Falls Du Begleiterkrankungen wie hohen Blutdruck oder Übergewicht hast, sieht es auch bei nicht Insulinpflichtigen Diabetikern etwas kritischer aus.....

    Unterzuckerung würde dann z.b. eine besondere Planung für Strömungstauchgänge oder andere anstrengende TG erfordern. Dekotauchgänge, die extrem lange Aufenthaltsdauern erfordern sind dann sowieso nicht empfehlenswert ( denke mal, dass Du dass eh nicht machst ). Für den Notfall solltest Du auf jeden Fall Glucose-gel dabei haben und auch üben es unter Wasser zu Dir zu nehmen. Deine Tauchbuddies müssen alle informiert sein.
    Bei Diabetikern wird auch empfohlen vor dem TG Zucker zu messen und nicht zu Tauchen wenn der Wert zu niedrig ist (<150), da beim Tauchen ja noch viel Energie verbraucht wird........

    Manche Medikamente wirken unter Druck auch stärker oder schwächer als an der Oberfläche, allerdings ist auch das noch zu wenig erforscht.
    Diabetes beim Tauchen jedoch nicht zu thematisieren halte ich von Deinen Ärzten jedoch zumindest für diskussionswürdig.

    Und das man schneller an sein Limit kommen kann als man denkt, weis jeder, der schon Stress&Rescue gemacht hat.
     
  13. Coolcat

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    der STress&Rescue steht mir noch bevor ;)


    Zum Thema Zucker kann ich sagen: ich bin nicht übergewichtig und mein Zucker ist auch nicht soo extrem hoch. Der liegt bei ~120 ohne Tabletten. Medis nehme ich nur morgens (frühstück) und abends, deswegen mache ich mir über die Nebenwirkungen keine sooo großen Gedanken. Bisher hatte ich noch nie einen Unterzucker.. selbst mit den Medikamenten nicht. Mein Körper sagt mir vorher, wenn er Zucker braucht (Heißhunger auf Süßes, hatte ich bisher nur 1x)


    Tiefer als 20m war ich bisher noch nicht ;) darf ich ja auch gar ned :p
     
  14. noxdoc

    noxdoc Neues Mitglied

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    Wollte Dich nicht beunruhigen, würde an Deiner Stelle einfach vorsichtig sein, meine Buddies darauf aufmerksam machen, ein GlucoseGel mitführen und regelmäßige Checks beim Arzt machen. Sollte sich beim Zucker was ändern, solltest Du dann aber auf jeden Fall auch einen Taucharzt aufsuchen.
    Viel Spass noch..... :)
     
  15. Coolcat

    Coolcat Mitglied

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    beim arzt bin ich regelmäßig... alle 3 Monate :) Das Gel kenn ich noch nicht. Muss ich ma googeln^^
     
  16. cooco

    cooco Neues Mitglied

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    Ich habe keine gesundheitlichen Probleme. Trotzdem wurde mir einmal total schwindelig. Man sollte die Sonne und Hitze nicht unterschätzen. Zum Beispiel wenn man sich vorher einen Sonnenstich geholt hat oder so. Da kann einem ein wenig später ganz schön übel werden. Ich finde es auch wichtig, dass man bei Problemen mit den Tauchkumpeln reden sollte. Besonders dann, wenn man bestimmte Beschwerden hat. Überanstrengung nimmt man im Wasser auch nicht so rasch wahr, wie am Land.
     
  17. dagobert

    dagobert Mitglied

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    nun ja der schwindel kann auch ne ganz einfache ursache haben nämlich temp. unterschiede die recht extrem sind und dann zu wenig flüssigkeits aufnahme.
    das problem bestand letztens bei einem buddy das wasser ca. 13 grad der raum davor gut 20-22 grad nun ja sobald wir aus dem wasser raus kamen begann der schwindel beine rein es wurde besser. wir haben uns dann mal in der basis schlau gemacht und herraus gefunden hohe temp.schwankungen mit einem relative kleinen flüssigkeitsaufnahme bringen das dann an den tag. das warum kann ich nicht genau erklären (blutdruck geht wohl in den keller bzw durch den flüssigkeitsverlust genauer weiss ich es leider nicht) wir wurden auch gefragt was wir getrunken haben über tag was relative wenig (1-2 tassen kaffee/tee) war`s blos was ist wenig was ist viel ???
     
  18. Coolcat

    Coolcat Mitglied

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    gemessen daran, dass man pro Tag 2L Flüssigkeit zusich nehmen sollte sind 2 Tassen Tee/Kafee extrem wenig.
    Logisch, dass da der Blutdruck innen Keller geht. Wenn man dann auch noch wenig gegessen hat - perfekt.

    Wenn ich zu wenig esse oder trinke bekomme ich Kopfschmerzen - auch ohne zu tauchen ;)
     
  19. dagobert

    dagobert Mitglied

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    hmm für den ein oder anderen vielleicht für mich normal wenn ich am tag 5 kaffee trinke und am abend nen glas O-saft und nen Latte sind 2 Tassen bis 12 UHr schon viel. für meine verhältnisse. essen vor dem TG geht bei mir gar nicht. wenn ich glück hab krieg ich ne kleinigkeit runter aber meistens ehr nein und dann könnte das im Fische füttern enden. Zwar ist es nicht mehr so schlimm wie zu beginn der saison aber vorher essen geht nicht nach dem 1. TG schon ehr mach bar. aber dann muss ich auch richtig kohldampf haben.
    richtig ist es nicht nur wunder es schon wenn man selbst im sommer damit kein problem hatte. das ich kopfschmerzen wegen wenig essen trinken bekomme ehr selten und wenn dann am späten nachmittag.
    über die 2l am tag streiten sich die gelehrten mittlerweile ebenfalls ausserdem wird da alles eingerechnet was man so zusich nimmt und nicht nur die getränke selber.
     

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